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Gesteine - Findlinge

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Findlinge im südlichen Jütland

 -  Barsten

Auf der Höhe der Dybbøler Randmoräne, nur wenig östlich der Dybbøler Schanze, liegt an einer gleichnamigen Wohnstrasse der "Dybbølsten".

Barsten
magmatisches Kontaktgestein
Er wird als Dänemarks zweitgrößter Findling
bezeichnet, mit 130 t Gewicht und einem Umfang
von 26 m. Ursprünglich war er noch wesentlich
größer gewesen; er wurde jedoch mehrmals
gesprengt. Ein abgesprengter Brocken ist
noch zu sehen.
 

Die Oberfläche des Steins ist fast lückenlos mit Flechten überzogen. Deshalb fällt es schwer, die Beschaffenheit genauer zu untersuchen. Man kann erkennen, dass es sich um einen Magmatit handelt, augenscheinlich ein Gemenge bzw. Kontaktgestein unterschiedlicher Magmen.
 
Barsten det 1 Hier zieht ein Streifen aus grobkörnigem Granit
(etwas zurückliegend) schräg von links nach
rechts oben.
Der größere Teil des Steins scheint feinkörnig
und rötlich (Aplit?)zu sein. Die feinkörnigen
Partien wirken parallel geklüftet.

Barsten det 2
        

 

Von der anderen Seite gesehen ist zu erkennen, dass die Spitze des Steins aus grobkörnigem Granit besteht.

 
sehr grobkörnige Textur feinkörnige Textur
großkörnige Textur An der freiliegenden Unterseite (mit etwas weniger Flechtenwuchs) platzt die verwitterte, feinkörnige Oberfläche schalig ab.


Barsten det 3 Ein „Fisch“ mit lächelndem Maul…
Die Spitze links ist grobkörnig, darunter parallel
geklüftet und „lächelnd“ das feinkörnige Gestein.
   

Um einen solchen Brocken ranken sich natürlich von alters her Sagen und Geschichten:

Eine besagt, dass ursprünglich an dieser Stelle zwei solcher Ungetüme lagen. Den anderen jedoch warf der Teufel aus Unmut über die Förde bis zum Skærsbjerg (Scheersberg).
[Dort hatte es früher viele Steine gegeben (daher der Name: Schärenberg, Berg mit Steinen) und auch ein Hünengrab. Diese Steine sind 1903 alle im Fundament des Bismarckturm verwendet worden.]

Andere Geschichten erzählen von dem Riesenweib auf Alsen, das aus Zorn über den Bau der Kirche zu Broager mit Hilfe ihres Strumpfbandes einen Stein in die neue Kirche schleudern wollte. Aber das Band riss, und der Stein landete auf Dybbøl Banke, wo er seitdem liegt.
 http://www.geocities.com/herthoni/sagn/nisser/kaempstendybol.htm