Gesteine - Findlinge
Findlinge in Flensburg
Findlinge im Kreis Schleswig-Flensburg
Findlinge in Schleswig-Holstein
Findlinge südlichen Jütland
Findlinge auf Fünen
Findlinge in Flensburg
- Findling vor dem Arbeitsamt Flensburg
- Findlinge am Eiszeit-Haus in Flensburg
Pectunculus-Sandstein
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Bei Baggerarbeiten im Hafenbecken kam
dieser mit Muscheln durchsetzte Sandstein-Block aus dem Tertiär ans Tageslicht. ![]() |
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Växjö-Granit
Geschiebesammlung am Eiszeit-Haus
- Findling am Tierheim Flensburg
Findlinge im Landkreis Schleswig-Flensburg
Am Strandparkplatz von Langballigau liegt ein schönergneisgranitischer Magmatit als Windkanter
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Zusammensetzung überwiegend aus Alkalifeldspat, Biotit und Hornblende.
Deutlich erkennbar eine angeschnittene Linse aus hellrötlichem, mafitarmem Magma inmitten dunklem Magma.
Die gesamte Oberfläche ist durch Windschliff poliert.
Es sind klare Kanten ausgebildet.
Findlinge in Schleswig-Holstein
- Der Düwelstein bei Großkönigsförde
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| Der Düwelstein bei Großkönigsförde |
Der größte Findling in Schleswig-Holstein liegt an der Straße zwischen
Ruckforde und Großkönigsförde bei Gettorf noch in ursprünglicher
Stellung am Fundort. Ein Großteil von seinen rund 200 Tonnen
Gesteinsmasse steckt im Boden, aus dem er so aber prächtig und steil
aufragt, dass er von Kieler Kletterern als Trainingsobjekt genutzt wird.
Vor allem die senkrechte „Nordwand“ erfordert offensichtlich eine
gewisse Erfahrung und Übung…
(linkes Bild)
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| Durch Absprengung konkav geformte Flächen | Die vom Gletschereis geglättete „Außen“-seite |
Obwohl nicht zu sehen ist, wie der Findling sich im Boden fortsetzt, kann man doch erkennen, dass hier von einem ursprünglich noch weitaus größeren Block große Partien abgebrochen sind. Die dadurch entstandenen, nach innen gewölbten Bruchflächen sind nicht durch Gletscherbewegung geglättet. Möglicherweise erfolgten die Abbrüche erst durch Frostsprengung im Spät- oder Postglazial. Es ist denkbar, dass die abgesprengten Teile zu einer späteren Zeit als Material für Gebrauchsteine abtransportiert wurden. Die konkav geformte Ostseite ist die jüngste Bruchfläche, mit relativ frischen Kanten. Auf ihrer etwas witterungsgeschützten Fläche kann man das Gefüge des Geschiebes am deutlichsten erkennen.
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Soweit am Gestein erkennbar ist, liegt seine Herkunft in Südschweden. Es
handelt um einen leicht alterierten, grobkörnigen, hellen Småland-Granit,
mit rosé-farbenen Kalifeldspäten, weißgrünem Plagioklas, grauem Quarz
und viel verstreutem Biotit.
Wie zu allen bemerkenswerten Findlingen südlich in der Ostsee existiert
auch zum Düwelstein eine Geschichte, die seine rätselhafte Herkunft
erklärt.
„Einer alten Sage nach soll der Teufel persönlich einst den Stein
geworfen haben, um die Gettorfer Kirche zum Einsturz zu bringen, da er
mit dem Bau dieser nicht einverstanden war. Der Findling verfehlte knapp
sein Ziel, jedoch wurde der Gettorfer Kirchturm durch den Luftzug, den
der Stein im Flug erzeugte, schief und das ist er bis heute noch“.
(Quelle: www.amt-daenischer-wohld.de)
- Der Wandhoff-Findling bei Malente
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| Abb. 2 | Abb. 3 |
Dieses 126 Tonnen schwere Riesengeröll legt in sehr beeindruckender Weise Zeugnis ab von der abschleifenden, glättenden Kraft eines vorwärts schiebenden Gletschers. Man hört das Eis buchstäblich knirschen angesichts des gerundeten Kolosses. Das Eis schob sich an ihm entlang und über ihn hinweg… möglicherweise wurde er dabei auch rollend gewendet…- Gletscherschliff und manche Schramme an nahezu allen Seiten, aber die Bewegungsrichtung blieb überwiegend dieselbe, gut an Abb. 2 und 3 zu sehen.
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| Abb. 4 | Abb. 5 |
Irgendwann wurde der auflastende oder allseitige Druck zu groß: Risse entstanden quer durch das Großgeschiebe und ließen wesentliche Partien weg brechen, Abb. 4 und 5.
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| Es blieb so etwas wie ein halbes Ellipsoid übrig. |
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| Abb. 6 |
In spätglazialer Zeit war der riesige Stein aus den Eismassen befreit und lag offen, für geraume Zeit den sandigen Winden ausgesetzt. Der Windschliff kam zum Gletscherschliff hinzu und formte aus der oval gerundeten „Spitze“ eine gekantete Spitze. Der Findling wurde zum „Windkanter“, Abb. 7 und 8.
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| Abb. 7 | Abb. 8 |
Wo kam er aber überhaupt her?
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| Ein violett-graues, grobkörniges Gefüge | Mafischer (hornblendereicher) Einschluss |
Violettgraue Kalifeldspäte, weißlich grauer Plagioklas, grauer Quarz und
reichlich eingestreuter schwarzer Glimmer (Biotit) in eng verzahntem,
etwas wirrem Gefüge, ebenso die eingeschlossenen Xenolithe
(Fremdgesteinsteile) aus Hornblende - das deutet auf das mittlere bis
nördliche Småland hin.
Den Berg, der hier einiges von seiner Substanz abgeben musste, kennen
wir nicht genauer. Jedoch muss dieser heute abgerundete gewaltige
Findling vor seiner Reise noch um ein mehrfaches größer gewesen sein. Im
südschwedischen Småland sind wie andernorts in Skandinavien die
Bergkuppen zu geglätteten Plateaus abgeschliffen, große Gesteinspartien
und Felsteile wurden stellenweise von den Gletschern zuvor aus dem
Verband gerissen und mitgeschleift.
Gut 600 km weit „schwamm“ dieser viele Tonnen schwere Felsbrocken,
festgefroren im Gletschereis, von Schweden bis nach Ostholstein.
Findlinge im südlichen Jütland
- Barsten
>>mehr zu diesem Großgeschiebe
Findlinge auf Fünen
Der „Damestenen“ bei Hesselager auf Fünen
An der Ostseite von Fünen, nahe an der Küste des Großen Belt, liegt Dänemarks größter Findling - ein wahrer Koloss!
Man nähert sich ihm über eine weitläufige, nahezu ebene Grundmoränenlandschaft und erlebt deshalb bei seinem Anblick vielleicht besonders deutlich und spontan seine - inmitten dieser Ackerfluren - unerwartete, massige Schwere.
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| "Damestenen" zwischen Hesselager und Vormark, Ostfünen | ||||
Halb ausgegraben, halb „versunken“ liegt er in der Grube, die man um ihn herum ausgehoben hatte.
Ursprünglich war nur eine kleine Kuppe von ihm sichtbar. Die jedoch war bereits so breit lagernd, dass im Jahre 1854 der dänische König eine Ausgrabung anordnete, um festzustellen, ob es sich bei diesem Gestein etwa um anstehenden Fels handele.
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Fels ein imposantes eiszeitliches Geschiebe war, wurde der Stein zu einem Naturdenkmal erklärt und unter Schutz gestellt - als eines der ersten in Dänemark.
Von den damals berechneten Ausmaßen - mehr als 1000 t Gewicht bei einem Umfang von fast 50 m und einer Gesamthöhe von gut 10 m - ist heute erneut nur ein Teil sichtbar, wenn auch ein größerer als ursprünglich.
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Die Oberfläche des Steins ist weitgehend mit Flechten bewachsen und ausgebleicht bzw. verwittert. Man kann jedoch erkennen, dass es sich um einen migmatitischen Metamorphit handelt, mit basaltischen Einschlüssen und sowohl unterschiedlichen, feinen Schlieren als auch grobkörnigen, granitoiden Partien.
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| Basaltischer Einschluss | Feinkörnige mafische Schlieren in einer hellen, grobkörnigen Zwischenmasse | |







































