Landschaft - Eiszeitliche Landschaftselemente
Die Gletscher hinterließen nach ihrem Niedertauen vor rund 12.000
Jahren eine reliefreiche, karge Landschaft in Schleswig-Holstein, die
durch die Wirkung von Wasser und Wind weiter ausgeformt und verändert
wurde.
Die Entwicklung der Vegetation bis hin zur heutigen Kulturlandschaft
trug zur Überformung und „Verkleidung“ des eiszeitlich geprägten Landes
bei, sodass die ursprünglichen glazialen Formen vielfach nur noch
eingeschränkt zu erkennen sind.
Die Glazialforschung kann mit weitergehenden Untersuchungsmethoden das unregelmäßige Hügelrelief der norddeutschen Moränenlandschaft hinterfragen und in einen logischen Zusammenhang bringen. Dabei wird auf Lokalitäten hingewiesen, die etwas von der eiszeitlichen Formensprache bewahrt haben und deshalb für das Verständnis und die Veranschaulichung der erdgeschichtlichen Vergangenheit des Landes von Bedeutung sind.
Diese Orte oder Landschaftselemente sind heute oftmals
unter Schutz stehende Geotope, geologische Naturdenkmäler.
In einer dicht besiedelten und vom Menschen überprägten Landschaft sind
solche Orte rar geworden. Ihrem Schutzbedürfnis kommt mitunter zugute,
dass sie in vielen Fällen zugleich anerkannte und betreute Biotope sind,
andererseits verdeckt das schöne Pflanzenkleid vieles, was der Geologe
gern nackt und bloß vor Augen hätte.
Es soll versucht werden, typisch eiszeitliche Landschaftselemente im nördlichen Schleswig-Holstein und südlichen Jütland aufzufinden und vorzustellen:
Wir können dabei zunächst grundsätzlich zwischen Negativformen
- z.B. ausgeschürfte Täler, Rinnenseen oder Toteislöchern -
und Positivformen - z. B. Moränenhügel, Oser, Blockpackungen
- unterscheiden.
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Tunneltal |
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Oser |
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Sölle |
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